Meine Kameratechnik

Ich werde oft gefragt, mit was für einer Kamera ich filme und was ich zum Kauf empfehlen würde. Da diese Frage nicht einfach schnell zu beantworten ist, habe ich zur Beantwortung diese Seite hier erstellt.

Die Antwort gliedert sich in 4 Gründe, die im folgenden beschrieben werden.

Es ist eigentlich unüblich, dass Leute in der Filmbranche öffentlich über ihr Equipment reden. Warum das so ist, wird nachfolgend ebenfalls erklärt. Ich habe nie ein Geheimnis aus den Verwendeten Kameras gemacht, was sich wohl als großer Fehler für mich herrausstellte…
Mit dem Filmen fing ich damals mit einer uralten DV-Kamera an, die garantiert niemand haben möchte. Recht schnell nutzte ich daher eine Panasonic HC-TM60, die auf einem Schulterstativ mehr als ausreichend war.
Um eine bessere Qualität zu erreichen, filmte ich das 6. Heidekrug Fungame mit einer Sony HDR AX2000E, die gerade bei schlechtem Licht sehr gute Bilder erzeugte.
Dennoch wollte ich meine eigene Kamera, weshalb ich eine unzerstörbare Panasonic HC-V500 kaufte. Der nahezu perfekte Bildstbilisator und der neue Sensor haben mich bis Heute sehr zufrieden gemacht und ich nutze diese Kamera immer noch.

Als Hauptkamera nutze ich Heute eine neue Kamera, die nicht mehr viel mit der Kamera zu tun hat, die ich im Laden kaufte. Vieles habe ich selbst gebaut oder umgebaut, vieles davon durch ausprobieren und Erfahrung mehrerer Jahre. Wer glaubt, sich ein gutes Stabilisierungssystem im Laden kaufen zu können und dabei ein Budget unter 15’000€ hat, der irrt sich leider.
Doch was für eine Kamera ist es?
Gehen wir dazu zurück in das Jahr 2012.

Ich hatte mein Schulterstativ und meine Panasonic und filmte sehr viel damit. Ich wurde oft gefragt womit ich filmte, und da ich wusste, dass mein Aufbau sowieso einmalig ist und zudem eine Menge Erfahrung und Können dazu gehört, damit gute Aufnahmen zu machen, erzählte ich es jedem der danach fragte.
Vielen Heute bekannten Airsoft-Youtubern und anderen Filmern half ich damals bekannter zu werden und Filme zu machen, die mit der selben Kameratechnik gefilmt wurden.
Ich gab den Leuten eine Kaufberatung, welche Kamera für sie optimal ist, und wie man sich ein Stabilisierungssystem baut.

Heute betreiben diese Leute alle ihre eigenen Kanäle, und werden oft dafür gelobt, so gut zu filmen wie ich, ohne so lange dafür gebraucht zu haben besser zu werden. Es kamen also nagelneue Kanäle, die sofort die selbe Qualität boten, wie ich sie hatte.
Leider weiß das niemand, da ich dort nie erwähnt wurde.
Leute verkaufen dort meine selbst erarbeitete und selbst entwickelte Technik als ihr eigenes Werk, weil sie sie ja schließlich selbst gebaut und selbst gekauft hätten – nur eben mit meiner Hilfe.

Was mir sehr hilft, ist die Tatsache, dass ich auf jedem Event eine andere Kameratechnik verwendet habe. Die Zeit zwischen den Events wird alles weiterentwickelt und teilweise besseres Equipment gekauft. Umgerechnet sind das für mich 300-400€/Monat, da auch viel bei Events kaputt geht.
Es ist daher nicht einmal sinnvoll, anderen zu sagen womit ich filme, da ich von meiner eigenen Technik nicht wirklich 100%ig überzeugt bin und jedes mal etwas anderes nutze.
Noch dazu kommt die Tatsache, dass ich keine Werbung machen möchte für die Kameras, die ich nutze. Daher klebe ich alle Logos üblicherweise ab.

Hauptsächlich aber ist nur ein Grund dafür verantwortlich: Ich nutze den totalen Schrott.

Meine Kamera ist eine der billigsten, die es auf dem Markt gibt. Mein Mikro kostet nicht ein mal 30€, die Hauptteile sind selbst aus Altmetallresten gebaut. Ich würde gerne mit einer 5D MK3 filmen, aber ich habe keine 4’000€ und auch keine Chance, so viel zu sparen, weil ich monatliche Kosten für Festplatten und eine eigenen Wohnung habe. Dazu kommt noch mein Privatleben, was darunter leidet.
Doch warum tue ich das? Weil ich etwas machen will, was kein anderer macht.
Wenn morgen alle Leute Airsoft filmen, filme ich lieber Paintball als einer von Hunderten zu sein.

Es hat mir nie gefallen, dass andere meine Jahrelange Entwicklung einfach kopiert haben und als ihr eigenes Werk verkauft haben. Ich habe mir nur deshalb ein komplett neues System gekauft und dafür ein paar Tausend € investiert, was mich fast ein ganzes Jahr gekostet hat.
Ich werde den selben Fehler nicht wieder machen, anderen Leuten zu sagen, womit genau ich filme.

Es bringt mir nichts.

Sollte ernsthaft einmal Interesse daran bestehen, dass ich jemandem ein komplettes Kamerasystem zusammen stelle, wird er dafür bezahlen müssen, denn ich gebe mein teuer und aufwendig erarbeitetes Wissen nicht für umsonst weiter.

(Selbiges gilt auch für die Drohne, in der nicht zuletzt über 100 Stunden Recherche stecken, um ein für meine Zwecke perfektes System zusammen zu stellen)

 

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